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Die Zeit zwischen den Jahren


Verfasst von Susanne und Ferdinand Heindl

Midgard´s Rauch
Räuchermischungen und Feinstoffliche Reinigung von Räumen und Orten,
Ausgleich und Balance für Lebensräume, Objekte und Orte, für Ihr Zuhause,

www.midgards-rauch.com   Tel: +43 (0)699 116 280 18   ZVR-Zahl 778443143


Es ist die Zeit der Rau(c)hnächte, die Zeit (der Besinnung) zwischen den Jahren. Es gerinnt die Zeit, erzählt man sich, wenn die wilde Jagd in den Rauhnächten durch die Nacht stürmt. Nach altem Volksglauben öffnen sich in den Rauhnächten die Schranken zwischen Mensch und Tier, zwischen den Welten, zwischen dem Heute und Morgen.

Für unsere Ahnen, welche noch vermehrt ihr Leben nach natürlichen Rhythmen ausrichteten, war es die Zeit der Ruhe und der Einkehr. Altes ist noch nicht ganz gegangen, Neues ist noch nicht stark genug. Früher nutzte man diese Zeit zwischen den Jahren für Sammlung und Besinnung. Man bereitete sich vor, das alte Jahr hinter sich zu lassen und sich Neuem zu öffnen. Vergangenes und Liegengebliebenes wurde noch einmal geistig durchwandert, um es zu bereinigen. Anfang für Neues ermöglichen und sich auf Wünsche und Erwartungen besinnen, die für das kommende Jahr erhofft werden.

Der Zwiebelkalender - ein altes Wetterorakel aus dem Brauchtum: Im Volks- und Aberglauben ranken sich viele Geschichten um die Zwiebel. Sie stand im Rufe, Gift, Unheil und dunkle Mächte an sich zu binden und so vom Menschen fern zu halten. Die Zwiebel wurde als Schutzsymbol im Stall, im Haus und besonders im Krankenzimmer aufgehängt. Ebenso wird erzählt, dass Menschen eine Zwiebel bei sich trugen um vor Erkrankung und vor bösen (neidvollen) Blicken geschützt zu sein.

Die Zwiebel wurde auch zur Wettervorhersage verwendet. Für den Zwiebelkalender benötigen Sie 12 Papierkärtchen, 12 Zahnstocher und eine Zwiebel. Schreiben Sie auf die Papierkärtchen die Monatsnamen und stechen einen Zahnstocher durch (sieht dann aus wie ein kleines Fähnchen). In den Rau(c)hnächten oder zu Neujahr wird die Zwiebel in zwei gleiche Teile geteilt. Von jeder Hälfte werden 6 Schalen abgelöst. Jedes dieser schalenförmigen Teile versinnbildlicht einen der zwölf Monate des kommenden Jahres. Kennzeichnen Sie die 12 Hälften mit den Zahnstocher-Fahnen und geben Sie in jede Zwiebelschale eine Messerspitze voll Salz.

Der Zwiebelkalender ist nun fertig und am nächsten Morgen kann abgelesen werden, wie niederschlagsreich der jeweilige Monat des nächsten Jahres sein wird. Einen trockenen Monat zeigen jene Zwiebelschalen welche trotz des Salzes trocken blieben, hingegen werden die regnerischen Monate von den Zwiebelschalen angezeigt, in denen sich das Salz aufgelöst und Flüssigkeit gebildet hat.

Friede auf euren Wegen und einen guten Jahreswechsel
Susanne und Ferdinand Heindl


© Ferdinand J. Heindl, 2008