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Erinnern - Gedanken zum Jahresausklang 2010


Verfasst von Susanne und Ferdinand Heindl
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In der Seele gibt es kein »Machen«, sondern ein Erinnern, damit »Fehlendes« einen guten und angemessenen Platz in der Seele erhält. Mit dem Gedicht von Rainer Maria Rilke möchten wir einen Impuls zum »Innehalten« (zum Erinnern) ermöglichen. Erinnern, dass jeder von uns eingebunden ist in ein Familiensystem (Herkunfts- und Gegenwartssystem). Eine familiäre und individuelle Schicksalsgemeinschaft (Mutter, Vater, Geschwister, Grosseltern, Tanten, Onkel, Lebenspartner, Kinder, Ahnen, u.a.) welche durch die Ordnungen der Liebe untereinander verbunden ist.

»Geduld«
Man muss den Dingen die eigene
stille und ungestörte Entwicklung lassen,
die, wie jeder Fortschritt,
tief von innen kommen muss
und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden will.
Alles ist Austragen und dann Gebären.
Jeden Eindruck und jeden Keim eines Gefühls ganz in sich,
im Dunkel, im Unsagbaren, Unbewussten, sich vollenden
und mit tiefer Demut der Stunde der neuen Klarheit abwarten.

Reifen, wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer mehr kommen könnte.
Er kommt doch
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit.

Man muss Geduld haben gegen das Ungelöste im Herzen
und versuchen,
die Frage selber lieb zu haben wie verschlossene Stuben.
und wie Bücher,
die in einer fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum alles zu loben.
Wenn man die Fragen liebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Friede auf euren Wegen und einen guten Jahreswechsel
Susanne und Ferdinand Heindl


© Ferdinand J. Heindl, 2008